Evangelischer Hilfsverein – Ihr verlässlicher Partner im Alter
Stand: 11/2007
Unsere Geschichte

Ein Altenheim auf der Flucht

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges flüchteten die 700 deutsch-baltischen Bewohner des Altenheimes in Schwetz in Westpreußen vor der herannahenden Roten Armee. Mit dem Zug ging es mit unbekannten Ziel Richtung Westen. Viele alte und kranke Menschen, die den Strapazen der Flucht nicht mehr gewachsen waren, starben unterwegs und mussten zurückgelassen werden. Im März 1945 erreichten die Überlebenden die Nordseeinsel Langeoog. Dort kamen die erschöpften Flüchtlinge zunächst in Notunterkünften unter. Das Sterben unter den alten Menschen nahm auch nach der Flucht kein Ende. »Bei der ersten Beerdigung auf Langeoog mussten wir 16 Menschen bestatten, bei der zweiten 14 Menschen. Und so ging es weiter, bis der Dünenfriedhof voll war«, beschreibt Schwester Marga die damalige dramatische Situation.

Die Gründung des Evangelischen Hilfsvereins

Pastor Robert Walter

Der ehemalige Pastor von Reval, Robert Walter, wurde nach dem Krieg an die Markuskirche in Hannover berufen, doch die Not der Flüchtlinge ließ dem damals 43-Jährigen keine Ruhe. Er entschloss sich seine ehemaligen Gemeindemitglieder in ihren teils unbeheizten Notunterkünften auf Langeoog zu besuchen, um sich einen Eindruck von ihren dortigen Lebensverhältnissen zu machen. Nach seiner Rückkehr stand für ihn fest, dass eine Verbesserung der untragbaren Situation nur möglich war, wenn es gelänge, eine eigene Hilfsorganisation zu gründen. In ihm reifte der Plan einer Vereinsgründung. Am 3.12.1947 rief er mit 40 Reichsmark Startkapital und der Bereitschaft von sechs Gleichgesinnten den Evangelischen Hilfsverein e.V. ins Leben.

 

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